12 Geniale Krisenideen für die Gastronomie

Heute haben wir eine ganze Reihe toller Ideen für die stark von der Krise betroffene Gastronomie. Es geht weiterhin darum, irgendwie zu überleben und die eigene Gastronomie am Leben zu erhalten. Gefragt sind gute Ideen, die Geld in die Kasse spielen. Diese bekommen Sie hier!

Bevor hier die besten Tipps für diese Krisenzeit abgesahnt werden können, sollten sich Gastronomen zunächst mit allgemeineren Punkten beschäftigen. Es sollte dringend darüber nachgedacht werden, das eigene Angebot zu reduzieren. Beschränken Sie sich auf die Gerichte, die wirklich gut bei Ihren Kunden ankommen. So vermeiden Sie unnötige Kosten für Lebensmittel, die anschließend eventuell gar keine Verwendung finden.

Geraten Sie nicht in Vergessenheit! Zeigen Sie, dass es sie noch (!) gibt und dass Sie Ihre Kunden brauchen, um Ihnen auch weiterhin schmackhaftes Essen anbieten zu können. Das lässt sich auf ein gutes Marketing zurück führen. Richten Sie sich, falls Sie noch keine besitzen, Social Media Accounts ein und bewerben Sie Ihre neuen Angebote darüber. Recherche, wie es andere machen kann gute Inspiration bieten. Bitten Sie Mitarbeiter, Freunde und Familie darum ihre Profile zu teilen, um so mehr Aufsehen zu bekommen. Gegenseitiger Support ist nun angesagt!

1. Der Klassiker Gutschein

Ganz klassisch stehen natürlich die typischen Gutscheine da. Diese bieten die Möglichkeit jetzt Geld zu verdienen und erst später eine Leistung zu erbringen. Dies wird sein, wenn die Zeiten wieder besser sind. Glauben Sie daran, es wird auch wieder ein Leben nach der Krise geben. Um dann noch zu bestehen, ist es aber wichtig, jetzt alles dafür zu tun, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Und zum Einen werden die Menschen müde, jeden Tag selbst zu kochen und zum Anderen suchen alle weiterhin nach Geschenkideen. Und da tut ein Gutschein immer was Gutes.

2. Abhol- und Lieferservice

Variante 1: Klassisch Abholen und Liefern

Zunächst bietet natürlich der klassische Abhol- und Lieferservice beste Möglichkeiten, um weiterhin im Geschäft zu bleiben. Hierbei sind keine Grenzen gesetzt. Egal, ob sie Bäckerei, Konditorei, Café, Restaurant, Bar o.ä. sind. Alles lässt sich abholen und liefern. Ja, sogar fertig gemixte Drinks für den Abend zuhause kann man Kunden liefern. Füllen sie das Ganze doch einfach in verschließbare Einmachgläser und geben sie noch ein Dekoelement hinzu. Sind Sie Bäcker und dürfen Ihr dazugehöriges Café nicht öffnen? Dann denken Sie mal über eine “Brot-Post” nach. Frisches Brot nach Hause in den Briefkasten geliefert. Oder so ähnlich. Ebenfalls wäre es doch eine Idee bei Unternehmen anzufragen, ob diese nicht regelmäßig beliefert werden möchten, da ihre Kantinen geschlossen sind.

Variante 2: Egal-wohin-Lieferservice

Ebenfalls wäre es doch eine Überlegung wert, nicht nur den klassischen Lieferservice an die eigene Haustür oder ins Unternehmen anzubieten, sondern egal wohin. “Bestelle bei uns und wir liefern es dir überall hin, egal wo du bist, ob am Seeufer oder an der Stadtpromenade”. Natürlich nur in einem bestimmten Radius. Funktionieren könnte das Ganze über die Übermittlung von GPS-Daten. Diese kriegt man ganz einfach über Google Maps raus. Und zu diesen kann der Essens-Bote sich auch einfach navigieren lassen.

Variante 3: Restaurant Drive-In

Neben der ausgefallenen Idee für den Lieferservice, kann ebenfalls beim Abholservice aus der Reihe getanzt werden. Warum nicht einen Restaurant Drive-In einrichten und Fast Food im Sinne Ihrer Gerichte verkaufen? Wenn Ihre Gegebenheiten passen, warum nicht. Öffnen sie hierzu einfach ein gut gelegenes Fenster oder eine Tür, wo mit dem Auto rangefahren werden kann. Nun kann der Kunde bestellen. Jetzt sollten Sie natürlich einige Gerichte sofort zum Rausgeben parat haben. Bspw. schon fertige Nudeln auf die sie nur noch eben Ihre Spezialsoße drauf kippen. Und schon fertig zum Rausgeben an den Kunden. Beschränken Sie sich am Besten auf eine kleine Auswahl und nicht gerade die schwersten Gerichte. Sie sollten gut zum Vorbereiten sein, sodass nur noch der letzte Schliff fehlt.

Variante 4: Essens-Abos

Um eine Regelmäßigkeit in einen Abhol- oder Lieferservice zu bekommen und besser planen zu können, könnten Sie Essens-Abos anbieten. Für 1, 2 oder 3 Monate. Also bekommt der Kunde dann je nach Belieben z.B. jeden Freitag Abend Essen geliefert. Das wäre natürlich auch gut denkbar für ein Kuchen-Abo. Jeden Sonntag einen frischen Kuchen geliefert bekommen. Lecker, tolle Idee! Vorher müssen natürlich Vorlieben abgestimmt werden oder der Kunde lässt sich jedes Mal auf eine Überraschungslieferung ein.

Variante 5: Luxuriöse Mehr-Personen-Menüs

Speziell für Weihnachten finden Sie hier ebenfalls einen neuen Artikel von uns mit einer tollen Idee für die Gastronomie. In diesem geht es um die Abholung oder Lieferung von luxuriösen Mehr-Personen-Menüs. Schauen Sie hier am Besten auch mal vorbei!

Variante 6: Ausgefallene Essens-Pakete

Eine umfänglichere Form des Abhol- bzw. Lieferservices ist das Angebot von ganzen Paketen. Hier steckt riesiges Potential dahinter. Möglich wäre ein Wochenend-Paket, bspw. für zwei Personen mit drei liebevoll zusammengestellten Mahlzeiten pro Tag. Diese könnten sie zum Teil vakuumieren, sodass sie dann nur noch aufgewärmt werden müssen. Das Ganze kann natürlich auch noch ausgeweitet werden auf Wochenpakete. Beispielsweise könnte eine Familie mit insgesamt 4 Personen am Montag ein Paket mit Abendessen für die ganze Woche bekommen. Jeden Tag ein anderes Gericht. Diese könnten ebenfalls vakuumiert werden, sodass nur noch aufgewärmt werden muss.

Variante 7: Event-Pakete

Denkbar auch, ein Take-Away Paket mit Specials. Wie wäre es mit Einem für den romantischen Abend zu zweit? Der Kunde erhält ein komplett fertiges 3-Gänge-Menü und zusätzlich dazu noch passende Dekoelemente, entweder leihweise oder als Teil des Angebots.

Variante 8: Foodboxen mit Kochanleitung

Oder sie stellen aufwendige Menüs zusammen und verkaufen Foodboxen als Bausatz. Der Gast erhält die benötigten Zutaten, evtl. wieder einzeln vakuumiert, und kann mit einer Bauanleitung ein Menü par excellence zaubern. Das könnte so aussehen:

Tomaten-Orangensuppe
(fix & fertig von Ihnen vorbereitet)

Tafelspitz mit Meerrettichsauce, kleine Kartoffeln und Salat
> Tafelspitz (fertig, muss nur erhitzt werden)
> Meerrettichsauce (fertig, muss nur erhitzt werden)
> Junge Kartoffeln (zum Kochen Zuhause)
> Gemischte Blattsalate (schon von Ihnen geputzt)
> Joghurt, frische Kräuter (alles andere sollte jeder Zuhause haben)

Panna Cotta (fix & fertig)
Frische Beeren (unbearbeitet zum selbst zubereiten)
1 Limette und etwas Minze als Deko

3. Spielerisch Umsatz generieren

Freude ist die Emotion, die man trotz der schweren Krise vermitteln muss. Und wie setzt man das am besten um? Na klar mit Spielen! Jeden Tag lässt sich so ein Moment schaffen, der Ihren Gästen für kurze Zeit den Tag versüßt. Umsetzen lässt sich das zum Beispiel mit einfachen Würfel- oder Kartenspielen. Als Gewinn wären dann kleine Rabatte geeignet. Natürlich lässt sich so ein Spiel aber auch über mehrere Tage verteilt hinziehen. Haben Sie beispielsweise schon mal an ein Buchstabenrätsel gedacht? Jeden Tag dient ein neu ausgewählter Buchstabe als Hinweis für das Lösungswort und die Gäste haben die Möglichkeit, ihre Tipps abzugeben. Der Gewinner erhält dann ein speziell zusammengestelltes Menü. Dasselbe lässt sich natürlich auch mit einem Bilderrätsel oder Ähnlichem durchführen.
In der kurz bevorstehenden Weihnachtszeit können Sie ihre Gäste aber auch mit einem kreativ gestalteten Adventskalender überraschen. Meist genügen schon Kleinigkeiten wie selbst gebackene Kekse aus der eigenen Weihnachtsbäckerei. Aber auch ein aufwendig kreiertes Rezeptbuch speziell für die Weihnachtszeit würde Ihren Gästen zeigen, wie viel sie Ihnen bedeuten.
Hauptsache Sie verschenken ein Gefühl von Freude.

4. Aus Gästen Stammgäste machen

“Schön, dass wir Sie wieder sehen, Herr Hofmann”, “Danke für Ihre Bestellung Frau Meyer”, “Sie unterstützen uns mit Ihrer Bestellung enorm Herr Müller”. Das sollten Sätze sein, die Sie Ihren Kunden entgegen bringen – und zwar bei jeder Bestellung, egal ob Lieferung oder Abholung des Essens. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie etwas ganz Besonderes für Sie sind, dass Sie ohne sie nicht überleben würden. Nicht nur in diesen schwierigen Zeiten, sondern auch sonst. Halten Sie unbedingt die persönliche Nähe zu Ihren Kunden. Kundenbindung ist das A und O im Geschäftsbereich. Lassen Sie aus einfachen Kunden Stammkunden werden und sichern Sie sich so einen wichtigen Teil Ihres Überlebens. Geben Sie ihnen deshalb etwas zurück. Wie wäre es mit einer Sammelpunkte-Karte? Fünf mal bestellen und das sechste Essen zum halben Preis. Oder beim sechsten Mal gibt es ein Überraschungsdessert dazu. Seien Sie kreativ, aber bedenken Sie dabei, dass Sie trotzdem noch Geld verdienen wollen. Das werden die Kunden verstehen, vor allem in diesen Zeiten.

5. Chefkoch in der eigenen Küche

Eine exklusive Variante bietet das Engagieren eines Chefkochs für das eigene Zuhause. Klar, hier handelt es sich für den Kunden um ein größeres auszugebendes Budget. Für Sie, würde es sich aber allemal lohnen. Allerdings erst bei einem umfänglicherem Menü. Die Kosten für den Kunden berechnen sich je nachdem, ob es sich um einfache, gute oder Gourmet Küche handelt und je nachdem wie viele Gänge das Menü umfasst. Zunächst sollte unbedingt eine An- und Abfahrtspauschale inkl. Einkaufen von 50 – 150 € berücksichtigt werden. Danach wird dieser mit der Summe an Platzpreisen addiert. Ein Platzpreis ist der Preis pro bekochter Person, also Kosten für Zutaten, Kochen, Anrichten und Service. Hier fallen ungefähr 25 – 100 € pro Person an. Vorher sollte also abgeklärt werden, was der Kunde sich als Gericht wünscht und wie viele Personen bedient werden müssen. Bringen Sie dann einfach ihr benötigtes Equipment und die Zutaten mit und kochen Sie drauf los! So können Sie Menschen in ihrem Zuhause ein echtes Erlebnis bescheren. Denkbar wäre das Ganze natürlich auch mit einem Barkeeper, der Kunden zuhause leckere Cocktails mixt.

6. Hotel mal anders

Variante 1: Wohnen auf Zeit

Urlauber und Geschäftsreisende sind das klassische Hotel-Klientel. Da Messen, Kongresse und Tagungen aufgrund der Krise allerdings digital stattfinden oder auf nächstes Jahr verschoben werden und in ganz Deutschland Reisebeschränkungen gelten, bleiben viele erwartete Hotelbuchungen aus. Warum dann nicht einfach die Zielgruppe erweitern und die leer stehende Räumlichkeiten anderweitig vermieten, zum Wohnen beispielsweise? Freie Wohnungen sind schwer zu finden, vor allem für Personen die kurzfristig umziehen müssen oder lediglich was zur Zwischenmiete suchen. In dem Zuge können Hotels Zimmer für Wohnen auf Zeit zur Verfügung stellen und sich so Einkommen auch über mehrere Wochen sichern.

Variante 2: Hotel- statt Homeoffice

Aber auch Hoteloffice wäre eine gute Alternative zum üblichen Hotelbetrieb. Viele Mitarbeiter werden von ihren Arbeitgebern ins Homeoffice geschickt. Allerdings lässt es sich zuhause nicht immer genauso effizient arbeiten wie im Büro. Schuld daran der Haushalt oder die Familie. In einem eigens für die Arbeit gemietetem Hotelzimmer kann man die Ruhe genießen, die einem Zuhause fehlt, und sich besser konzentrieren.

Variante 3: Luxuriöse Quarantäne

Einige Hotels legen aber noch einen drauf. Sie stellen ihre Zimmer beispielsweise Ärzten oder Pflegepersonal zur Verfügung, die aufgrund ihres Berufes einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und ihre Familie so schützen möchte. Aber auch für Personen, die sich in Quarantäne befinden, bietet ein Hotel eine gute Isolationsmöglichkeit, sofern gewollt. Ein Dach über dem Kopf braucht schließlich jeder, wieso dann nicht mit ein bisschen Abwechslung und schönem Ambiente.

7. Too Good To Go

Mit Too Good To Go kann die Gastronomie Lebensmittelverschwendung bekämpfen und dabei Geld verdienen. Mit der App schaffen es Gastronomen weniger Essen zu entsorgen, können dabei neue Kunden gewinnen und aus Essen, das sonst weggeschmissen worden wäre, doch noch Geld generieren. Kurz zusammengefasst funktioniert das Ganze so: Aus gekochten bzw. fertigen Gerichten, die sonst in der Tonne landen würden, weil sie tagsüber nicht verkauft wurden, werden Pakete geschnürt, die bspw. für 5€ über die App angeboten werden. Ein App-Nutzer kauft ein solches Paket über die App und kann es abends bei Ihnen abholen. Schauen Sie doch einfach selbst mal bei Too Good To Go vorbei.

8. Einzelhandel

Variante 1: Kooperation mit Einzelhandel

In diesen Zeiten ist es immens wichtig zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Also wieso nicht mit einem nahegelegenen Einzelhandel, der es aktuell ebenfalls schwer hat, eine Kooperation schließen? Wenn der Einzelhandel einen Kunden hat und dieser dann innerhalb von zwei Wochen bei Ihnen Essen bestellt, dann kann er mit Vorzeigen des Kassenzettels des Einzelhandels 10% sparen. Natürlich geht das auch umgekehrt. Im Restaurant Essen bestellt und mit dem Vorzeigen Ihres Kassenzettels im Einzelhandel 10% sparen. So profitieren Sie beide!

Variante 2: Selbst gemacht und selbst verkauft

Eine weitere Idee: Bereiten Sie ihre Schlemmereien, die Sie sonst zu Tisch bringen doch so zu, dass Sie sie einmachen und Kunden als Vorratsgläser anbieten können. So machen Sie aus Ihrem Restaurant kurzerhand einen kleinen Einzelhandel. Denken Sie daran, was Kunden bei Ihnen besonders lieben und wertschätzen und auch gerne zuhause verzehren würden. Vielleicht haben Sie eine Spezialsoße oder ein komplettes Gericht, das in ein Glas passt und irgendwann nur aufgewärmt werden kann?

9. Digitalisierung nutzen

Variante 1: Live Koch TV

Der digitale Bereich hält enorm viele Möglichkeiten für die Krisenüberbrückung und auch noch für danach bereit. Wer Essen mag, der sieht gerne, wie das Essen zubereitet wird. Hat man dann auch noch ein Lieblingsrestaurant, dann macht es sicherlich riesigen Spaß seinem Lieblingskoch beim Zubereiten des Lieblingsgerichts zuzuschauen. Sie könnten also eine Art Koch TV einrichten. Um eine bestimmte Uhrzeit findet dann bspw. ein Zoom-Meeting statt, in dem Sie oder halt Ihr Koch ein bestimmtes Gericht bzw. ein ganzes Menü zubereitet. Vielleicht geben Sie währenddessen sogar ein paar Geheimtipps preis. Bringen Sie das Ganze auf alle Fälle freundlich, spaßig und charismatisch rüber, sodass gerne zugeschaut wird! Genauso wichtig aber ist eine gute Kameraführung, machen Sie sich hier vorher unbedingt schlau! Geld verdienen können Sie hierbei, indem sie gegen Geld, bspw. 10-15 €, den Link zu dem Zoom Meeting per eMail verschicken.

Variante 2: Online Kochkurse

Wie wäre es anstatt mit Koch TV mit einem live Online Kochkurs am Besten in Verbindung mit einer vorher zugesandten Kochbox, die die benötigten Lebensmittel beinhaltet? Stellen Sie eine Auswahl an Menüs zusammen, sodass jeder das Beste für sich buchen kann. Sie könnten Gruppen-, aber auch private Kochkurse anbieten. Am Besten wieder über Online-Portale, wie bspw. Zoom oder Go-To-Meeting. “Cook Together” machts vor. Neben Kochkursen für bestimmte Gerichte, wären auch Live-Workshops denkbar. In diesen könnten Sie bestimmte Grundfähigkeiten oder Grundkenntnisse über Lebensmittel lehren. Tipps und Tricks oder Schritt-für-Schritt Anleitungen von echten Kochprofis können schließlich alle gut gebrauchen!

Variante 3: Digitaler Koch Coach

Sie könnten sich aber ebenfalls auch als Coach verkaufen. Sie bieten um bestimmte Uhrzeiten Time Slots an, die gebucht werden können. Stellen Sie sich das so vor: Ich traue mich als ziemlich unbegabte Köchin das erste Mal an ein schwieriges Gericht ran. Ich weiß nicht, wie ich das ein oder andere richtig mache und kann in meinem gebuchten Time Slot auf Sie als Coach zugreifen. Sie bieten mir also einen Online Livesupport an und ich bezahle für jede Minute, die ich von Ihnen in Anspruch nehme. Denkbar wäre hier eine Grundgebühr von ca. 5 €. Jede Minute kostet dann ungefähr 50 cent. So profitiere ich von meinem persönlichen Koch Coach und Sie verdienen Geld dabei, ohne selbst Materialaufwand zu haben. Sie müssen lediglich mit Ihrem Wissen glänzen!

Variante 4: Online Weihnachtsmenü-Beratungen

Die nächste Idee ist speziell für Weihnachten geeignet. Sie könnten Weihnachtsmenü-Beratungen durchführen. Geht es langsam Richtung Heilig Abend und Weihnachtsfeiertage, dann ist manchmal nämlich guter Rat teuer, was man denn dieses Jahr wieder auf den Tisch zaubern kann. Hat man einen Experten an der Seite, der einem zu den Vorlieben berät, dann wird das sicherlich das beste Weihnachtsmenü, dass man jemals genossen hat. Natürlich mit speziellen Tipps und Tricks von Ihnen als Profi. Bieten Sie Ihre Beratungen doch als ein Paket an. Dieses beinhaltet ein 10-minütiges Erstgespräch, die nachträgliche Zusammenstellung eines Menüs durch Sie, ein 10-minütiges Abschlussgespräch und eventuelle Umstrukturierungen. Solch ein Paket könnten Sie für ca. 30 – 50 € anbieten.

Variante 5: Wein- und Bierproben per Livestream

Ihre sonstigen Wein- oder Bierverkostungen müssen nun leider flach fallen? Eine Verlegung in die Online-Welt wäre doch sinnvoll. Einfach die zu verkostenden Weine oder Biere mit selbst gemachten Snacks in ein Paket packen und rechtzeitig verschicken. Legen Sie am Besten noch eine handgeschriebene Karte mit Informationen, wie Datum und Uhrzeit der Online-Verköstigung, bei. Das gibt dem ganzen eine persönliche und erlebnisreiche Note. Stattfinden kann diese natürlich wieder über gewisse Online Portale. Führen Sie dann einfach Ihre gewohnte Wein- oder Bierprobe durch. Klären Sie vorher ab, wie viele Personen in einem Haushalt teilnehmen, sodass für jede Person gezahlt wird und genug Proviant in das Paket gepackt werden kann.

Variante 6: Eigene Location promoten

Und hier noch ein Tipp speziell für Hotels oder generell für das Gastgewerbe. In Krisen ist es besonders wichtig mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu bleiben und sie wissen zu lassen, wie es aktuell bei Ihnen ausieht beziehungsweise was ihr Hotel noch zu bieten hat. Aber nicht nur das. Darüber hinaus sollten Sie ihrem jeweiligen Standort mehr Beachtung schenken. Zeigen Sie was in ihrer Region alles möglich ist. Wo kann man die beste Action erleben aber auch seine Zweisamkeit genießen. Das lässt sich am besten über Social Media verwirklichen. Gestalten sie beispielsweise ein Videotagebuch über die Top-15-Freizeitmöglichkeiten in ihrer Stadt bzw. Region. Zeigen Sie Ihren potenziellen Gästen, dass sie nicht extra nach Spanien oder Italien reisen müssen, sondern dass der Standort ihres Hotels auch viele Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten zu bieten hat. Dabei kommt es vor allem auch auf Insider-Locations an. Werben sie mit speziellen Orten, die nicht von jedem 0815-Touri besucht werden.

10. Hauseigene Rezepte

Gäste kommen immer wieder zu Ihnen, da ihnen Ihr Essen einfach schmeckt! Viele würden sich sicherlich selbst an Ihren tollen Kreationen versuchen. Also wäre es doch eine Überlegung wert die hauseigenen Rezepte aufzubereiten, sodass sie zuhause nachgekocht werden können. Quasi Ihr eigenes Kochbuch in einer Light Version. Die Rezepte digital aufbereiten, in ein schönes Layout bringen (hierfür gibt es Rezeptvorlagen) und dann gegen Geld dem Kunden als PDF per eMail zum Ausdrucken verschicken. Für Cafés und Konditoreien funktioniert das ebenfalls.

11. Geben und Nehmen mit Spenden

Variante 1: Spendenaufruf

Warum nicht einfach mal einen Spendenaufruf starten? Für sich alleine oder auch generell für die Gastronomie z.B. in einer bestimmten Stadt, wovon dann alle was haben? Jeder weiß, dass die Gastronomie Branche mit am härtesten getroffen ist, also sind auch sicherlich viele bereit für diese zu spenden. Sie haben Nichts zu verlieren. Probieren Sie es einfach mal aus. Ein Gedanke wäre es ebenfalls wert, den Menschen, die für Sie gespendet haben, in besseren Zeiten etwas zurückzugeben. Auf alle Fälle und an erster Stelle Dankbarkeit. Aber beispielsweise auch ein Gratis Essen für zwei, wenn sich die Situation verbessert hat.

Variante 2: Spenden-Engel für Sie und für Menschen in Not

Eine andere Form der Spende bei der alle Beteiligten von profitieren können, ist die Spende an Hilfsbedürftige. Überlegen Sie sich doch mal eine Kooperation mit einem Unternehmen einzugehen, dem sie täglich Essen für die Mitarbeiter kochen und liefern. Im Zuge dessen kann das Unternehmen nochmal den gleichen Teil zahlen und sie liefern das Essen an Hilfsbedürftige. Vielleicht macht ein Unternehmen dies auch ohne selbst das Essen zu wollen, sondern um das Essen nur an Bedürftige zu spenden. So haben alle etwas davon. Bedürftige werden mit guten Mahlzeiten versorgt. Das Unternehmen tut Gutes und hat ein Aushängeschild. Und Sie, sie profitieren von den Einnahmen und tun ebenfalls Gutes. Das hört sich doch nach einer Win-Win-Win Situation an. Die Hamburger “Kitchen Guerilla” macht es mit ihrer Soliküche vor.

Variante 3: Spenden-Projekte

Wer nicht alleine Spenden sammeln möchte, kann sich auch mit anderen Restaurants oder Hotels zusammenschließen und gemeinsam ein Projekt in die Wege leiten, das vielen helfen kann. So wie es der Fachverband DBU beispielsweise für die Barcommunity macht. Mit der Soli-Limonade unterstützt der Verband sowohl Caterer, Barbetreiber und Gastronomen. Die Limonade wird von einem der DBU-Mitglieder hergestellt und kostenfrei an die Barcommunity verteilt. Die Herstellungskosten werden aus dem DBU-Hilfsfonds getragen. Der mit der Limonade erreichte Umsatz verbleibt vollständig in der Gastronomie. Für wen das auch was wäre, einfach mal hier vorbeischauen.

12. Zusammenhalt mit Künstlern

Nicht nur Gastronomen und Hoteliers stehen in der aktuellen Situation vor einigen Herausforderungen, auch Künstler, Musiker und Komiker müssen überlegen, wie sie über die Runde kommen. Da würde es sich doch anbieten einfach gemeinsame Sache zu machen. Gastronomen und Hoteliers könnten den Künstlern die Bühne zur Verfügung stellen, die sie benötigen. Im Gegenzug profitieren die Hotels und Restaurants dann von deren Bekanntheit.
Aber auch andere Kooperationen wären denkbar, beispielsweise zwischen einem Restaurant und einem Bootsverleih. Als Gastronom könnte man Lunchpakete für bereits gebuchte Bootstouren bereitstellen. So verbinden die Ausflügler ein ausgezeichnetes Erlebnis mit den Speisen ihres Restaurants und schon sind neue Kunden gewonnen. Setzen Sie also auf branchenübergreifende Teamarbeit. Es wird sich auszahlen.

Vielleicht haben wir Sie nun so inspiriert, dass Sie unsere Ideen nun weiterdenken oder Ihnen ganz neue Dinge in den Sinn kommen? Wenn ja, dann lassen Sie uns doch in den Kommentaren davon wissen!

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3 Kommentare

    1. Hallo Herr Kellermann,

      wir freuen uns sehr über Ihre Begeisterung! Ihr Fundstück ist aber auch eine wirklich geniale Idee für Gastronomen! Danke dafür!

      Liebe Grüße aus der Redaktion! 🙂

  1. Hallo Ihr Objektmöbler,
    sehr starker Artikel, der satt Kreativität anregt. Eine grundsätzliche Idee ist einmal komplett out of the box zu denken und gedanklich aus dem eigenen Geschäftsmodell raus zu gehen.

    Schreiben Sie in 30 Minuten (Wecker stellen der rasselt!) ALLE Probleme, Bedürfnisse, Engpässe, Stressoren, Krisenfaktoren etc. auf ein bis drei DIN A4 Seiten auf, die Ihre Gäste entweder grundsätzlich umtreiben … oder Dinge, die die Menschen derzeit missen und als schmerzlich empfinden. Legen Sie dann das Erarbeitete weg.

    Nehmen Sie es am Tag darauf (!) zur Hand und begutachten Sie all die von Ihnen zusammen getragenen Faktoren. Versuchen Sie die Ergebnisse Ihres Brainstorms mit Überschriften zu “clustern” (das kann auch schon teils im Kreativprozess passiert sein) … und überlegen Sie dann ob es etwas gibt, dass Sie mit Ihren Fähigkeiten bieten können. Etwas, das Ihren Gästen Erleichterung in dieser unangenehmen Situation bietet …

    Wenn es so gar nichts gibt, was Sie machen könnten, dann überlegen Sie über Ihre Fähigkeiten hinaus (!), was Sie möglichst schnell (zusätzlich?!) erlernen könnten, was den Bedürfnissen Ihrer verlorenen Gäste gut tut.

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